Endspurt

Keine drei Wochen mehr, dann gehts schon los, ich befinde mich also auf der Zielgeraden. Heute bin ich so weit und so lange gelaufen wie noch nie bisher, und mächtig stolz, dass ich angekommen bin. Jetzt schmerzen zwar die Knie, aber ansonsten fühle ich mich prima.

Ich benutze jetzt übrigens die runtastic App, um meine Laufstrecken und -zeiten zu messen, danke an Kaschi für die Empfehlung. Die runkeeper App ist zu oft ausgefallen und hat ständig schwankende Entfernungen für dieselbe Strecke gemessen. Hier könnt ihr mal gucken.

Bin ich denn total bekloppt?

Ich hab es getan! Was hab ich nur getan?? Ich habe mich tatsächlich für einen Halbmarathon angemeldet. Einen HALBMARATHON! 21,1 Kilometer weit laufen, einmal rund um den Tegernsee. Beim Tegernseelauf am 18. September.

Ich habe nun also gut vier Monate Zeit, mein übliches Laufpensum von knapp acht Kilometern um mehr als das Zweieinhalbfache zu steigern. Idealerweise in einer halbwegs annehmbaren Zeit, wobei ich keine Ahnung habe, welche Zeit für einen 40jährigen Halbmarathoneinsteiger annehmbar ist. Ebensowenig habe ich von Trainingsplänen Ahnung, oder von Ernährungsplänen. Ich lauf jetzt einfach mal los und dann wird das schon werden. Mehr dazu bald hier. Oder hier:

Update: So war das dann mit meinem Tegernseelauf.

Der Heinz Rudolf und wir beide

Dienstag abend in München: Spatzl und ich fahren Tram. Das wär jetzt ja nicht so die Meldung, wenn man mal davon absieht, dass wir, besonders Spatzl, nicht unbedingt die ultimativen ÖPNV-User sind, wobei wir mit der Trambahn eigentlich ganz gern fahren, weil man was sieht, so wie zum Beispiel gestern, als wir mit der BR Nachtlinie fuhren und der Interview-Aufzeichnung mit Heinz Rudolf Kunze beiwohnten.

Vom Obelisken aus ging die Fahrt kreuz und quer entlang am Altstadtring und wir saßen mitten drin im Geschehen, direkt hinter Herrn Kunze und den beiden Musikern seiner Band, die ihn begleiteten. Wir erfuhren, dass er entgegen einiger Kritiken immer noch gerne mit seinen Liedern provoziert, aber immer mit einem Schmunzeln, dass er in den Neunzigern von vielen Musikerkollegen als „Klassensprecher“ vorgeschickt wurde für mehr deutsch-sprachige Musik im Radio einzutreten und dafür sowohl Zustimmung als auch herbe Kritik erntete, und dass die Brille von Heinz Rudolf Kunze immer beschlägt, wenn er nachdenkt, zumindest das rechte Glas.

Von draußen wurden wir von Wartenden an Haltestellen und Ampeln mit neugierigen / irritierten / amüsierten Blicken begleitet sowie von einem Fahrzeug des BR mit einem weiteren Kameramann, zusätzlich zu den 3 Kameras in der Trambahn.

Einige Lieder der aktuellen CD haben die drei Musiker dann auch noch zum Besten gegeben, live und unplugged, in der Trambahn, nächtens unterwegs in München. Einfach klasse!

Sendetermin ist übrigens der 05. Mai 2011, 23 23.15 Uhr, im Bayerischen Fernsehen.

Elternzeit

Zwei Monate zuhause: Bio-Wecker auf fünf Uhr, Milch-Fläschchen, Marmelade-/Leberwurst-/Frischkäse-Stulle, Kinderkrippe, „Wir haben Streptokokken“, Kinderwagen schieben, „Wickel-Volontariat“, Kinderzimmerregal aufstellen, Kindergarderobe aufhängen, Lampen anschließen, „Wir haben Magen-Darm“, Kinderarzt, U5, Krankenpfleger für Frau und Tochter, Wände bemalen, Keller aufräumen, Elternabend, auf Sofa turnen, „Wir haben Bindehautentzündung“, Eierkuchen, Babykekse, Legotürme bauen, Legotürme einreißen, Legotürme neu aufbauen, Wutanfälle, Muschelattacken, Bücher angucken, krabbelnd fangen spielen, Bobbycar-fahren üben, Beulen bepusten, Tochter trösten, Bobbycar lieber schieben, Schnee essen, Sandkasten, Sand essen, Rutschbahn, stolz alleine laufen, müde umfallen, lieber getragen werden, Kinderbasar-Schnäppchenjagd, 19 Uhr Tochter ins Bett, 21 Uhr auf der Couch einschlafen.

Sie bekommt Zähne

Sie bekommt Zähne. Ganz sicher. Seit Paula etwa 4 Monate alt ist, wird von Großeltern, Freunden, Nachbarn geradezu mantrarartig wiederholt, dass uns unruhige Nächte und tiefe Ringe unter den Augen bevorstünden, denn Zähne, so sagen sie alle, Zähne sind die Hölle!

Paula sabbert – sie bekommt Zähne. Paula steckt ständig die Finger in den Mund – sie bekommt Zähne. Fieber – ein Zahn kündigt sich an. Rote Backen – ganz klar, sie zahnt. Hätte Paula jedesmal tatsächlich einen Zahn bekommen, könnten wir sie nach Hollywood schicken als Double für den Weißen Hai. Statt dessen ist sie bis heute, eine Woche vor ihrem ersten Geburtstag, so zahnlos wie ihre fast 100jährige Uroma.